Pogromgedenken 2018

Am 9. November 2018 jährte sich das grausame Geschehen, dass 1938 im Deutschen Reich losgetreten wurde, zum 80. Mal. Synagogen wurden angezündet, Geschäfte geplündert und verwüstet, Juden aus ihren Häusern und Geschäften vertrieben… staatlich befeuert und gelenkt, ohne bedeutendes Eingreifen einer kritischen Zivilgesellschaft. Spätestens am 9. November begann die systematische Verfolgung der Juden im Dritten Reich. In ganz Deutschland wird diesem schrecklichen Geschehen gedacht, gemahnt und erinnert. Auch wir haben in Kooperation mit dem Stadtjugendring Passau, dem BDKJ Passau, dem Schafrichterkino und der Stadt Passau eine Gedenkveranstaltung organisiert. Ab 21:00 Uhr war das Schafrichterkino für Interessierte geöffnet und wir zeigten nach einer kurzen Begrüßung und Einführung ins Thema den Film „Sophie Scholl – die letzten Tage“. Der Film zeigt nicht das Geschehen des 9. November, jedoch das Bild einer jungen Frau, die gemeinsam mit Freunden aktiv Widerstand gegen die NS-Herrschaft leistete. Wider den politischen Unterdrückungs- Einschüchterungsversuchen blieb die Gruppe der Weißen Rose ihren Überzeugungen treu und leistete friedlichen Widerstand gegen die Naziherrschaft. Ein Film über beeindruckenden zivilen Ungehorsam und Zivilcourage gegen eine übermächtige Diktatur. Auch heute beobachten wir wieder steigende rechte Tendenzen und wollten mit diesem Film mahnen wohin die Reise führen kann, wenn zu lange zu wenig widersprochen wird.

Die Vorführung war kostenfrei und jeder Interessierte war herzlich eingeladen. Am Ende war das Schafrichterkino bis auf den letzten Platz ausgebucht und eine Spendenbox für die Arbeit gegen Rechts kam mit über 130€ dem Runden Tisch gegen Rechts zu Gute. Wir bedanken uns für so viel Interesse und die große Spendenbereitschaft unserer Gäste.

Das Bild zeigt die Spendenübergabe von BDKJ, Evangelischer Dekanatsjugend und dem SJR Passau an den Runden Tisch.

 

Text: Christian Betzl; Bild: Evangelisches Jugendwerk Passau