Segeln auf dem Ijsselmeer

Von 25. August bis 6. September waren wir für die große Sommerfreizeit bei unseren Nachbarn in den Niederlanden. Gut 850 Kilometer ging es mit vier Kleinbussen in den Nordwesten. Die erste Woche waren wir mit einem großen Segler auf dem Ijsselmeer unterwegs. Im Anschluss zogen wir in ein großes Gruppenhaus in der Provinz Flevoland, inmitten von Gemüsefeldern.  😎 

Von 25.- 30. August hieß es gemeinsam mit unserem Kapitän Henri und seinem Matrosen Markus die Segel zu setzen, das Deck zu schrubben, den Kurs zu bestimmen und das Schiff auf Kurs zu halten. Nebenbei gab es Kartoffeln zu schälen und nachmittags oder bei Windstille die Option von Deck ins kühle Nass zu springen oder mit einem der mitgeführten Kajaks Windräder oder Inselwelten zu erkunden. Abends legten wir für Einkäufe und eine ruhige und möglichst schaukelfreie Nacht in kleinen Häfen am Ijsselmeer an. Den letzten Abend verwöhnte uns die Sonne bei unserem finalen Grillabend an einer unbewohnten Insel im Ijsselmeer, wohin uns Kapitän Henri „entführte“. Am nächsten Tag legten wir am Heimathafen Kampen wieder an. Trotz winziger Kajüten und Enge fiel uns allen der Abschied sehr schwer.  😥 

Von 30. August bis zur Heimfahrt am 6. September hatten wir dann (endlich) mehr Platz. Wir konnten uns ausbreiten, große Lauf- und Gruppenspiele machen oder hatten auch mal Zeit und Platz um individuellen Freiraum zu suchen und zu finden. Nachdem wir uns eingelebt hatten, ging es in den Folgetagen in das schöne Amsterdam sowie in das benachbarte Zwolle. Amsterdam mit all seinen Grachten war sicherlich eines der Highlights für die Gruppe. Bei schönstem Wetter durchstreiften wir die Stadt und sammelten vielschichtige Eindrücke dieser bunten und lebensfrohen Metropole mit ganz besonderem Charme. Doch auch schwermütig und nachdenklich wurde es, als wir gemeinsam das Anne Frank Haus besuchten.

Als Finale unserer Freizeit feierten wir ein gemeinsames Agapemahl, dinierten in schicken Kleidern bei einem Drei Gänge Menü und feierten in unsere letzte gemeinsame Nacht. Nach fast zwei Wochen ging unsere Sommerfreizeit zu Ende und wir machten uns etwas müde und melancholisch wieder auf den Rückweg ins wunderschöne Bayernland. Was bleibt sind hunderte Bilder, tolle Erfahrungen und Erlebnisse und neue Freundschaften. Für den visuellen „Schock“ empfehle ich unsere Fotogalerie www.ej-passau.de/galerie/sommerfreizeit-08-2019!  😉 

 
 

Text: Christian Betzl; Bild: Evangelisches Jugendwerk Passau